Kündigung und Kündigungsschutz.

Die erfahrenen Anwälte der Anwaltskanzlei Maas & Kollegen haben bereits Dutzende von Geschäftsführern, Angestellten und Mitarbeitern im Arbeitsrecht unterstüzt.

Maas und Kollegen · Rechtsanwälte · Experten für Arbeitsrecht

UMFASSENDE ERFAHRUNG UND FACHWISSEN

Die Rechtsanwälte von Maas & Kollegen sind Experten im Thema Arbeitsrecht.
Wir schaffen bestmögliche Klarheit.
Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Wie kann ich mich gegen eine Kündigung wehren?

(1) Um zu verhindern, dass eine Kündigung wirksam wird, haben Sie drei Wochen ab Zugang der Kündigung Zeit bei Gericht eine Kündigungsschutzklage einzureichen. Diese Frist ist unbedingt einzuhalten. Ein Fristversäumnis kann dazu führen, dass die Kündigung unabhängig davon, ob sie tatsächlich gerechtfertigt ist oder nicht, wirksam ist. Eine Anfechtung ist dann in der Regel nicht mehr möglich.

(2) Soziale Rechtfertigung der Kündigung
Gilt das Kündigungsschutzgesetz, kann nur aus drei Gründen gekündigt werden:

Haben Sie hierzu Fragen? Vereinbaren Sie Ihren Termin bei Maas & Kollegen.

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Für Sie als Arbeitnehmer ist es zudem sehr wichtig, dass im Falle von Kündigungsschutzprozessen gegen den Arbeitgeber bzw. auch bei sonstigen gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber jede Partei ihre Kosten selbst trägt. Dies bedeutet, dass Sie selbst als Arbeitnehmer bei vollständigem Obsiegen im gerichtlichen Klageverfahren die verauslagenden Anwaltsgebühren vom Arbeitgeber nicht ersetzt erhalten. Umgekehrt gilt dies selbstverständlich auch für den Arbeitgeber.

Wir  empfehlen Ihnen als Arbeitnehmer eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen. Kündigungsprozesse und sonstige gerichtliche Auseinandersetzungen können sehr teuer werden. Bei einem Kündigungsschutzprozess z. B. entspricht der Streitwert drei Bruttomonatsgehälter des Arbeitnehmers. Hieraus werden die gesetzlichen Gebühren berechnet. Häufig entstehen in entsprechenden im Gerichtsverfahren auf beiden Seiten jeweils Kosten zwischen € 2.000,00 und € 4.000,00 brutto oder auch höher.

Personenbedingte Kündigung

Hierbei handelt es sich um eine Kündigung aus Gründen die in der Person des/der Arbeitnehmers/in liegen, nicht nur vorübergehend sind (negative Prognose) und die Interessen des/der Arbeitgebers/in beeinträchtigen. Dieser Fall tritt ein, wenn der/die Arbeitnehmer/in die für die Erfüllung seiner/ihrer Arbeit erforderlichen Eigenschaften und Fähigkeiten nicht bzw. nicht mehr besitzt. Es ist unerheblich, ob dies vom/von der Arbeitnehmer/in verschuldet ist.
Hier muss zudem geprüft werden, ob sämtliche zumutbaren Maßnahmen unternommen worden sind, um die Arbeitsfähigkeit des/der Arbeitnehmers/in wiederherzustellen, wie z. B. zumutbare Umschulungs-, Fortbildungs- oder ärztliche Behandlungsmaßnahmen.
Zuletzt ist zwischen dem Interesse des/der Arbeitnehmer/in am Fortbestand seines/ihres Arbeitsverhältnisses sowie dem Interesse des/der Arbeitgebers/in an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses abzuwägen.

Beispiele für personenbedingte Kündigungen:

Verhaltensbedingte Kündigung

Dieser Kündigungsgrund kommt dann in Betracht, wenn der/die Arbeitnehmer/in gegen Pflichten aus seinem/ihrem Arbeitsvertrag schuldhaft verstößt. Für eine Kündigung genügt in der Regel ein einmaliger Verstoß gegen nicht. Vielmehr muss auch hier eine negative Prognose vorliegen, wonach nicht damit zu rechnen ist, dass der/die Arbeitnehmer/in sein/ihr Verhalten in der Zukunft ändern wird und mit weiteren Vertragsverstößen zu rechnen ist.

Auch hier gilt, dass die Kündigung stets das letzte Mittel sein muss und zudem eine Abwägung zwischen den Interessen der Parteien zu erfolgen hat.

Beispiele für eine verhaltensbedingte Kündigung:

Ist es dem/der Arbeitgeber/in aufgrund gravierender Verstöße nicht zumutbar, das vertragswidrige Verhalten des/der Arbeitnehmers/in bis zum Ablauf einer Kündigungsfrist hinzunehmen, ist er berechtigt, das Arbeitsverhältnis fristlos und außerordentlich zu kündigen. Der Verstoß muss derart schwerwiegend sein, dass das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien auf Dauer zerstört ist.

Betriebsbedingte Kündigung

Der häufigste Kündigungsgrund ist die betriebsbedingte Kündigung. Die Kündigung erfolgt dann aus Gründen, die einer Weiterbeschäftigung des/der Arbeitnehmers/in im Betrieb aus inner- oder außerbetrieblichen Umständen entgegenstehen.

Dem Interesse nach unternehmerischer Entscheidungsfreiheit des/der Arbeitgebers/in steht dabei das Interesse des/der Arbeitnehmers/in am Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses gegenüber. Im Rahmen einer Sozialauswahl muss festgestellt werden, welche/r Arbeitnehmer/in gekündigt werden kann. Die Kriterien hierfür richten sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit, dem Lebensalter, den Unterhaltspflichten des/der Arbeitnehmers/in und anderen sozialen Kriterien.

Beweislast für Tatsachen, die die Kündigung rechtfertigen, trägt der/die Arbeitgeber/in, die Beweislast für eine fehlerhafte Sozialauswahl der/die Arbeitnehmer/in.

Eine Kündigung ist sozial widrig, wenn eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit besteht und im Vorfeld der Kündigung eine fehlerhafte Sozialauswahl stattgefunden hat.

Sie arbeiten in einem größeren Betrieb? Hier kann der Betriebsrat helfen.
Vergewissern Sie sich daher immer, ob ein Betriebsrat vorhanden ist und von diesem eine Zustimmung für die Kündigung eingeholt wurde.

Formfehler

Häufige Fehler bei Kündigungen liegen in der Form der Kündigung.
Kündigungen sind stets schriftlich vorzunehmen. Eine Kündigung per Fax oder E-Mail ist ebenso unwirksam wie mündlich ausgesprochene Kündigungen oder Kündigungen, die von nicht vertretungsbefugten Mitarbeitern/-innen eines Unternehmens unterzeichnet sind.

Stehe ich unter besonderem Schutz?

Neben dem allgemeinen Kündigungsschutz gibt es für bestimmte Arbeitnehmer- innen einen weitergehenden, besonderen Kündigungsschutz.

(1) Sind Sie Mitglied in einem Betriebsrat, in einer Jugend- und Auszubildendenvertretung, sind Sie ein Organ der Personalvertretung oder Mitglied eines Wahlvorstands oder Wahlbewerber für einen Betriebsrat, dann können Sie in der Regel nicht ordentlich gekündigt werden. Dies gilt sowohl während Ihrer Amtszeit als auch innerhalb eines Jahres nach Beendigung der Amtszeit.

Schwangerschaft, Werdende Mütter, Mütter und Eltern

Das Kündigungsverbot des § 9 MuschG ist ein absolutes Kündigungsverbot, d.h. jede Kündigung ist unwirksam, das Arbeitsverhältnis besteht fort.

Voraussetzungen für die Anwendung des Mutterschutzgesetzes:

Auch während der Elternzeit gilt ein Sonderkündigungsschutz ab dem Zeitpunkt, in dem der betroffene Elternteil die Elternzeit verlangt. Er endet mit Ablauf der Elternzeit.

Schwerbehinderte

Eine Kündigung von schwerbehinderten Arbeitnehmern/innen ist unwirksam, wenn nicht zuvor die Zustimmung des Integrationsamtes eingeholt wurde.

Dieser besondere Schutz gilt auch bei Kleinbetrieben mit bis zu 10 Mitarbeitern/innen, solange der/die entsprechende Mitarbeiter- in mindestens 6 Monate im Betrieb des/der Arbeitgebers/in tätig war.

Als Schwerbehinderte gelten Personen, die einen Grad der Behinderung von mindestens 50 % aufweisen. Personen mit einem geringeren Behinderungsgrad können aufgrund der Art ihrer Behinderung einem Schwerbehinderten gleichgestellt sein. Dies liegt vor, wenn sich die Schwerbehinderung insbesondere am Arbeitsplatz auswirkt.

Jahrzehntelange Erfahrung

Mit unserer umfangreichen juristischen Erfahrung stehen wir Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Maas & Kollegen bietet Ihnen eine bestsmögliche juristischen Unterstützung.

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